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Gelungenes Kirchenkonzert mit Elzer Musikanten

Gelungenes Kirchenkonzert mit Elzer Musikanten
Gelungenes Kirchenkonzert mit Elzer Musikanten
© Heike Lachnit

Es war das erste Konzert, das der neue Dirigent der Elzer Musikanten, Wolfram Domay, vorbereitet und geleitet hat. Er hat seine Premiere in Elz beim Kirchenkonzert souverän bestanden und macht Lust auf mehr. Ein wenig war die Anspannung bei allen zu spüren, die am Kirchenkonzert der Elzer Musikanten mitwirkten. Und nach den einzelnen Stücken war vor allem dem Dirigenten anzumerken, wie begeistert er war, dass es geklappt hat. Denn der letzte Ton hing noch im Kirchenschiff, der Applaus brandete los und Wolfram Domay riss beide Arme mit ausgestrecktem Daumen nach oben, verneigte sich vor den Musikern und strahlte eine pure Freude aus. Und er hatte allen Grund zu dieser Freude, hatte er doch nur drei Monate Zeit, um das Dirigat der Elzer Musikanten zu übernehmen und das Kirchenkonzert vorzubereiten. Doch der Abend zeigte, dass er seine Premiere bestanden hatte. Und es war nicht nur seine Premiere, es war auch sein Geburtstag und somit hatte er sich selbst ein Geburtstagsgeschenk gemacht.

Gelungene Premiere

Das Kirchenkonzert eröffneten die Musiker mit der „Feuerwerks-Musik“ von Georg Friedrich Händel. Obwohl ein Stück für ein komplettes sinfonisches Orchester mit dem Hauptaugenmerk auf den Streichern, brauchten sich die Bläser nicht zu verstecken und ließen ein Feuerwerk in der Johannes-Kirche entstehen. Auf diese Einleitung folgte das Saxofonensemble unter Leitung von Stephan Kramer. Normalerweise fühlen sich die Saxofonisten im Swing und der Unterhaltungsmusik beheimatet. Doch für das Kirchenkonzert wählten sie klassische Stücke aus und zeigten, dass auch diese mit einem solchen Ensemble möglich sind. Wem die Töne von „Palladio“ von Karl Jenkins bekannt vorkamen, hatte sie sicher schon mal in einer Werbung gehört. Normalerweise mit Streichern aufgeführt, erklang es auch mit den Saxofonen sehr harmonisch. Von ruhig und verträumt wie in „Serenata d’amore“ von Johan Nijs/ Jacob de Haan bis hin zu einem Marsch von Charles Gounod „Marche funèbre d’une marionette“ zeigte das Ensemble ein großes Spektrum an klassischer Musik.

Fenster zum Himmel

Zur Begrüßung sagte Pastoralreferentin Renate Ruß: „Musik ist ein Fenster zum Himmel, berührt uns und verbindet uns.“ Und dieses Fenster zum Himmel wurde durch den engelsgleichen Gesang der Mädchenkantorei am Hohen Dom zu Limburg aufgestoßen. Manche Töne schienen nicht von dieser Welt zu sein und schwebten durch das Kirchenschiff, um die Menschen zu berühren.

Engelsgleicher Gesang

Unter Leitung von Judith Kunz und mit Orgelbegleitung von Timo Ziesche waren sie mit Stücken von Franz Schubert oder Felix Mendelssohn Bartholdy eine wundervolle Bereicherung des Kirchenkonzertes. Dazwischen spielten immer wieder die Elzer Musiker auf. Fantastisch ihre Interpretation von „Celtic Flutes“ von Kurt Gäble, in welchem die zwei Querflöten starke Solomomente hatten und immer wieder vom gesamten Orchester untermalt wurden. Sehr furios war das Finale mit „Finlandia“ von Jean Sibelius. Dieses Stück beschäftigt sich mit dem Kampf der Finnen als eigenständige Nation anerkannt zu werden und war zeitweise sogar die geheime Nationalhymne der Finnen. Daher handelt es sich um ein sehr kraftvolles, imposantes Stück, welches die ganze Kirche ausfüllte. Und danach gab es langanhaltenden Applaus der Besucher, so dass es noch eine Zugabe gab. Dieses Kirchenkonzert macht bereits jetzt Freude auf das Jahreskonzert im Mai, denn bis dahin hat der neue Dirigent Wolfram Domay mehr Zeit, ein Programm mit den Musikern zu erarbeiten.

Text: Heike Lachnit

 

© Heike Lachnit