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Singen und Eisessen beim Chorfestival

Mädchenkantorei und Domsingknaben beim Pueri Cantores Festival in Paderborn
Singen und Eisessen beim Chorfestival
Singen und Eisessen beim Chorfestival

Die Mädchenkantorei am Dom zu Limburg und die Limburger Domsingknaben sowie die Sängerinnen und Sänger der ChorSingSchule am Geisenheimer Dom haben vom 3. bis 7. Juli am 8. Deutschen Chorfestival Pueri Cantores in Paderborn teilgenommen.

Insgesamt hatten sich rund 2800 Sängerinnen und Sänger in 94 Chören aus dem gesamten Bundesgebiet auf den Weg nach Paderborn gemacht. Dazu hatte das Erzbistum Paderborn und die Paderborner Dommusik als Gastgeber eingeladen. Das Festival stand unter dem Motto „Unsere Quelle bist du“. Dieses Motto greift die Besonderheit auf, dass direkt neben dem Dom das Paderquellgebiet liegt. Etwa 200 Quellen bringen zwischen 3.000 bis 9.000 Liter Wasser pro Sekunde hervor. "Ihr habt uns gezeigt, dass Musik eine Kraftquelle für unsere Herzen und unser ganzes Leben ist", sagte Erzbischof Hans-Josef Becker.

Die Festivaltage waren geprägt von gemeinsamen Gesang, Gebet und Begegnung. Zahlreiche Friedensgebete und Begegnungskonzerte wurden von den Chören gestaltet und haben Paderborn zu einer klingenden Stadt werden lassen. Ein dezentraler Tag für die einzelnen Chorgattungen bot Gelegenheit, sich bei Workshops, Fußballturnier und Spielangeboten untereinander kennenzulernen.

Am Festival nahm auch Bischof Dr. Georg Bätzing teil. Er ist als Nachfolger von Bischof em. Friedhelm Hofmann (Würzburg) der neue Pueri- Cantores Bischof, der die Anliegen des Pueri Cantores Verbandes in der Deutschen Bischofskonferenz vertritt. Spontan lud Bischof Georg die Chöre am Limburger Dom zu einem Eis ein. Für die Sängerinnen und Sänger war diese persönliche Begegnung ein besonderer Moment und eine Ehre.

 

Ein Höhepunkt war der Abschlussgottesdienst am Sonntag im Paderborner Dom, aus dem alle Bänke für die Festivaltage entfernt wurden, so dass alle Teilnehmer Platz finden konnten. Aus dem eigens erstellten Chorbuch für das Festival klang aus vollem Herzen das Mottolied und viele weitere Gesänge, ein besonderer Moment, der alle Teilnehmer bewegt hat und sicherlich noch lange in Erinnerung nachklingen wird.

"Es war super mit Euch", sprach Pueri-Cantores-Präsident Matthias Balzer den Teilnehmern sowie dem gastgebenden Erzbistum ein großes Lob aus. Paderborn sei bewusst mit den Veranstaltungen nach draußen - also an die Öffentlichkeit - gegangen, "um Gesang und Friedensgedanken in unzähligen Auftritten zu präsentieren".

Die Vizepräsidentin Judith Kunz, Leiterin der Mädchenkantorei am Dom zu Limburg, erklärte, die Sänger seien "eine wichtige Quelle für die Gegenwart und Zukunft unserer Kirche und für unsere Gesellschaft". Sie wünsche allen Teilnehmern, dass der Geist des Festivals mitgenommen werden könne. "Eine große Idee von miteinander leben und miteinander gestalten."

 

Der Deutsche Chorverband Pueri Cantores besteht seit 1951 und wird heute von ca. 470 katholischen Chören (Knabenchöre, Mädchenchöre, Kinderchöre, Jugendchöre und Scholen) mit mehr als 20.000 Sängerinnen und Sängern getragen.

Der Chorverband möchte, wie es in seiner Satzung heißt, „die kirchlichen Knabenchöre, Mädchenchöre, Kinderchöre und Scholen in Deutschland in ihrer musikalischen, kulturellen, erzieherischen und religiösen Arbeit … unterstützen und ihre gegenseitige, freundschaftliche Verbundenheit, wie die mit den Pueri Cantores anderer Länder … fördern, und die Gründung neuer Chöre und Scholen anregen“. Lob Gottes, Begegnung in Freundschaft und Einsatz für den Frieden sind traditionell die drei Säulen der PUERI CANTORES-Arbeit.

Der Verband bildet eine Arbeitsgemeinschaft des Allgemeinen Cäcilienverbandes (ACV) und ist als Nationalverband Teil des Internationalen Chorverbandes PUERI CANTORES, der sich über alle Kontinente erstreckt. Seit seiner Gründung hat sich der deutsche Chorverband zum mitgliederreichsten Nationalverband innerhalb der FIPC (Foederatio Internationalis Pueri Cantores) entwickelt. Die Deutsche Bischofskonferenz unterstützt und fördert seine Arbeit.